Über mich

(c) cornelia pirchner

Ich werde keine Ärztin.
Ich werde keine Lehrerin.
Ich werde einmal alles sein, was ich will.
Denn ich bin Schriftstellerin.

Was ursprünglich als Rebellion gegen zu viele berufliche Eignungstests im Gymnasium begann, wurde nur Jahre später während des Studiums mein Weckruf: Zwischen einem miesen Praktikum und einer Ausbildung, die mir die Haut abschabte, fand ich durch meinen eigenen Absatz wieder ein Stück zu mir selbst.

Und zu meinem blauen Traum: Denn Schriftstellerin zu sein, das war es, wovon ich seit kleinauf träumte.

Seit 2023 darf ich mich freiberufliche Autorin nennen, seit 2024 gebe ich wieder regelmäßige Schreibkurse auf der VHS Seekirchen, VHS Hallein und privat in Mattsee. Ob klassisch kreativ, selbstreflektierend, autobiographisch oder Romanschreibkurse – ich biete ein breites Sortiment an Schreibkursen und profitiere in Planung, Aufbereitung und Umsetzung sehr von meiner pädagogischen Ausbildung. Weil mich das Schreiben einer Fantasytrilogie und das durchgehende Unterrichten vom Kreativen Schreiben noch nicht genug beschäftigte, hüpfte ich in den letzten Jahren auch von Nebenjob zu Nebenjob und durfte den Menschen vermehrt erklären, was der Unterschied zwischen grünem und weißem Spargel ist und die angebotenen Marillen wirklich aus der Wachau kommen.

Nachdem ich mein Studium (Deutsch/Geschichte auf Lehramt) mit Bachelor of Education abschloss und noch ein Jahr Germanistik als Fleißaufgabe dranhing, riss es mich zuerst in andere berufliche Felder, bevor ich (sehr spontan, aber gut abgesichert) den Schritt zur Selbstständigkeit als Autorin wagte.

In dieser Zeit veröffentlichte ich im September 2025 meinen surrealen Coming-of-Age Kurzgeschichtenband „wunden wie kronen“ bei BooksOnDemand, veröffentlichte Texte in den Literaturzeitschriften litrobona und dem UND und durfte auch zwei Küsse zu der Anthologie #queereküssegegenrechts (Hrsg. Sophie Edina) beisteuern. Zudem veröffentliche ich regelmäßig magische Kurzgeschichten auf meinem Substack, berichte über mein Leben als Autorin und stelle Fragen über unsere Auffassungen zu Kunst und Kreativität.

Ich schreibe Geschichten, damit die Gewalt nicht gewinnt. Mein Kunst ist Ausdruck von mir selbst, der Welt, in der ich lebe, der Fragen, die in mir brennen und manchmal nur flüstern. Ich spinne Geschichten aus Wunden, denn was wir umschreiben und wahrnehmen, das brauchen wir auch nicht zu fürchten.

Worte können sich entzünden. Sie können ein Gebiss bekommen und zu Wundhunden werden, die einen jagen. Aber Wörter können auch heilen und direkt durch die Wunde fließen, direkt aufs Papier. Es macht es nicht immer einfacher oder besser, doch es ist ein Weg, um sich selbst zu sehen und zu merken: Das habe ich überlebt und das kann daraus entstehen, wenn ich so weit. Ich bin jetzt wortwund, denn ich erschaffe Geschichten direkt aus den Wunden – immer mit meinem besten Freund gemeinsam.

Sara Fabian: wortwund (aus: wunden wie kronen, 2025)